Home Office - für den einen super, für den anderen führt es zu Isolation

Adrienne Blancke • 6. Dezember 2021

Home Office - für den einen super, für den anderen führt es zu Isolation. Es hat sowohl Vor- als auch Nachteil, für den einen ist es ein Fluch, für den anderen ein Segen, für die meisten aber eine gutes Zwischending. Egal zu welcher Kategorie Sie gehören, es gibt immer die Möglichkeit das Home Office möglichst angenehm zu gestalten. Hier ein paar Tipps, wie man sich die durch Corona bedingte Arbeit von zuhause aus optimieren kann.

Sie können zum Beispiel Ihre Produktivität steigern durch einen gut eingerichteten Arbeitsplatz, funktionierende Technik,

 gute Planung, feste Arbeitszeiten, .


Wenn alle 7 Sinne abgedeckt sind, kommen die Gedanken am wenigsten dazu abzuschweifen. Das heißt Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Tasten, Fühlen und Körperbalance, die unser Innen mit unserem Außen verbinden. Durch unsere Sinne begreifen wir überhaupt erst das, was uns umgibt und wir können sie vereinen und dadurch besser fokussieren.


Arbeitsplatz:

(Körperbalance)

Ein ergonomischer Schreibtisch an dem man mit den Armen im rechten Winkel zur Schreibtischplatte sitzt ist gut für den Rücken und beugt Haltungsschäden vor. Ideal wäre höhenverstellbar um sowohl im Stehen, als auch im Sitzen arbeiten zu können.

(Fühlen)

Bequeme, aber arbeitstaugliche Kleidung und Hausschuhe oder dicke Socken gegen kalte Füße. Eine Decke und eine Jacke in Reichweite, falls einem beim langen Sitzen kalt wird.

(Sehen)

Wichtig ist Tageslicht, es sollte weder von vorne noch von hinten kommen, ideal wäre es von der Seite. Der Bildschirm sollte 50-80 cm entfernt stehen.

(Hören)

Ein geschlossener Raum mit einer Tür für Ruhe und Konzentration ist sinnvoll.

Für manchen ist Stille die perfekte Geräuschkulisse zum Arbeiten, dann kann ein Headset mit einer Geräuschunterdrückung sinnvoll sein.

Andere brauchen eine gewisse Geräuschkulisse um nicht gedanklich abzudriften. Dafür eignet sich für jeden etwas anderes, z.B. Musik, Meeresrauschen (https://www.youtube.com/watch?v=Zk82qxCgkuM), White Noise (https://www.youtube.com/watch?v=wzjWIxXBs_s&t=0s), Coffitivity (https://coffitivity.com/), Soft Murmur (https://asoftmurmur.com/). Es gibt auch Tests um herauszufinden was man mag in einem Focus-Quiz zum Thema Produktivitäts-Klänge zum Beispiel (https://home.focusatwill.com/).

Ein Teppich kann sowohl dazu beitragen Geräusche zu dämmen und die Akkustik zu verbessern, als auch dazu beitragen den Arbeitsraum gemütlicher zu machen und die Füße warm zu halten. ;o)


Technik:

(Sehen, Hören)

Absolutes Muss im Home Office ist, dass die Technik funktioniert, eine sichere und schnelle Internetverbindung und das Telefon in Griffnähe liegt. Ein kabelloses Headset kann einem steifen Nacken vorbeugen und eine Tastatur kann dabei auch hilfreich sein.


Gute Vorbereitung:

(Stress vermeiden)

Ablenkungen vermeiden durch vorausschauende Planung, das heißt auf alle möglichen Unterbrechungen vorbereitet zu sein. Wann kommen die Kinder nach Hause, muss Essen vorbereitet werden? Wenn der Post- oder Paketbote klingelt, wer öffnet die Tür oder gibt es eine Ablageerlaubnis?

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz hilft der Konzentration und hält Sie davon ab immer wieder aufstehen und etwas suchen zu müssen.


Feste Arbeitszeiten:

(Effizienz)

Gerade, wenn Familie mit im Haus oder der Wohnung ist oder der Partner auch im Home Office ist, dann sind Öffnungszeiten auf einem Zettel an der Tür vielleicht sinnvoll oder hilfreich. Das Handy stumm schalten um in gewissen Zeiten effektiv arbeiten zu können und nicht ständig dazu verleitet zu werden doch einen Blick auf reinkommende E-Mails, WhatsApps oder Social Media-Nachrichten zu werfen. Dann muss man sich jedes Mal wieder in das gerade behandelte Thema einlesen und sich neu fokussieren.


Snacks:

(Schmecken)

Vorbereitete gesunde Snacks und Wasser, Tee und Kaffee in der Nähe helfen dabei konzentriert zuarbeiten und nicht immer wieder aufstehen zu müssen und dadurch den Arbeitsfluss zu unterbrechen.


Motivation steigern:

Um die Motivation zu steigern kann ein Duftdiffusor hilfreich sein. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Öle ohne Zusatzstoffe und nicht synthetisch sind, denn diese können Kopfschmerzen verursachen. Zitrusfrüchte steigern die Konzentration, Jasmin, Basilikum hilft bei Hilflosigkeit und steigert die Kreativität, Minze wirkt belebend, Lavendel wirkt beruhigend gegen Stress, Vanille hilft gegen Hunger (entspricht vom Geruch her am ehesten der Muttermilch).

Regelmäßig frische Luft, um die alte Verbrauchte zu verdrängen und mehr Sauerstoff in den Raum und damit auch ins Gehirn und den Kreislauf zu bekommen.


Zeitmanagement:

Der erste Schritt ist immer eine tagesaktuelle To-Do-Liste, dazu die geschätzte Dauer für die Aufgabe zu schreiben kann auch sehr hilfreich sein. Für ein gutes Zeitmanagement gibt es auch hilfreiche Software wie Microsoft 365 oder Google Docs und viele mehr. Den Google Kalender mit dem Partner zu synchronisieren kann hilfreich sein. Generell sollte man den eigenen Bio-Rhythmus nicht außer Acht lassen, auch wenn sich dies nicht immer mit Partner und Familie vereinbaren lässt.


Methoden für Effizienz finden:

Es gibt eigene Methoden, die die eigene Effizienz steigern können. Dabei muss jeder für sich selbst herausfinden, welche der folgenden Methoden da für ihn geeignet sind. Hier eine kurze Auflistung:

Die ABC-Methode  - Einteilung der Aufgaben in ABC.  A ist wichtig (60%), B ist weniger wichtig (25%) und C ist Routine (15%),

die A-L-P-E-N-Methode - Aufgaben notieren, Länge schätzen, Pufferzeiten einplanen, Entscheidungen treffen, Nachkontrolle, 

10-Minuten-Methode - (wenn man mal nicht weiter kommt) 10 Minuten Arbeiten, 5 Minuten Pause und wiederholen,

Pomodorotechnik - 25 Minuten Arbeiten, 5 Minuten Pause, 4x, dann längere Pause von 30 Minuten und dann Wiederholen,

das Pareto-Prinzip - wird auch die 80/20-Regel genannt. Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden, das heißt, dass man manchmal zur richtigen Zeit den Perfektionismus hinten anstellen muss um effizient arbeiten zu können.

Eat-the-Frog-first - die unangenehmste Aufgabe jeden Tag zuerst erledigen,

feste Routinen schaffen - Pausen, Mittagessen, Kochen, Aufräumen,

Arbeitsweg simulieren - um Privatleben und Arbeit bewusst zu trennen, kann es hilfreich sein den Arbeitsweg durch einen Spaziergang zu simulieren,

Priorisierung - Einteilung der Aufgaben eine Priorisierungstabelle. Nach Wichtig, unwichtig, eilig und nicht eilig und danach ergibt sich dann eine Unterteilung in Erledigen (wichtig+eilig), Delegieren (unwichtig+eilig), Terminieren (wichtig+nicht eilig) und Ablegen (unwichtig+nicht eilig).

WICHTIG: Unwichtig:
EILIG: Erledigen: Delegieren:
Nicht eilig: Terminieren: Ablegen:

Ablenkungen vermeiden:

Öffnungszeiten mit Zettel an der Tür ist eine gute Option um Mitbewohner, Partner und Kinder in den Arbeitszeiten fern zu halten. Das Handy stumm schalten für effektive Arbeitszeiten und z. B. nur zur vollen Stunde gewisse Bereiche darauf zu checken.


Bewegungspausen:

Immer wieder Bewegung, beispielsweise durch Sport-Apps (Leap Fitness) oder Workouts  2-3 x pro Woche (z.B.: YouTube: Ergotopia;  Link: https://www.youtube.com/watch?v=qT1IHdRHAlw oder Liebscher und Bracht; Link:https://www.youtube.com/watch?v=gO_HucLfb14). Ein Terraband neben der Kaffeemaschine oder dem Wasserkocher und die Zeit nutzen, in der der Kaffee durchläuft oder das Wasser aufkocht.


Abwechslung, z.B. im Café arbeiten:

Abwechslung kann auch manchmal dazu beitragen, dass man wieder motiviert an die Arbeit gehen kann. Im Café arbeiten, wo man sich nicht durch die Waschmaschine, den Postboten, das Telefon oder den Partner ablenken lässt und sogar den Kaffee noch an den Tisch gebracht bekommt, kann eine sehr nette Abwechslung sein.


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Cocktail, Gartentisch, Wurzel, Driftwood, Aperol, Kerze, Garten
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